Hi, Ni's to meet you!

30. Juni 2017

Hi, Ni's to meet you!

Hi, Ni’s to meet you, oder: Wie es zum neuen Namen kam …

Vor ein paar Wochen flatterte ein Brief ins Haus, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich den Markennnamen eines anderen Unternehmens unerlaubterweise verwende, und dies alsbald ändern muss. What? "Nicht gut recherchiert oder wie?", höre ich jetzt schon ein paar flüstern. Klar hab ich recherchiert, als ich mein kleines Unternehmen letztes Jahr gegründet habe und mich mit Markennamen, Schutzrechten, Markenrechten und was es da sonst noch so gibt auseinandergesetzt. War wohl zu wenig tiefgründig meine Recherche. Ein klassischer, blöder Anfängerfehler, der aber, gerade, wenn man vieles allein macht und an so vieles denken muss, passieren kann, und wie ich danach von vielen Seiten erfahren habe, auch schon größeren Unternehmen passiert ist.

Als ich die Problematik dann mit unterschiedlichsten Freunden und Bekannten besprochen habe, wurde mir klar, dass sich viele große und kleine Unternehmen irgendwann mal mit dem Thema auseinandersetzen mussten. Zum Teil aus nicht immer ganz nachvollziehbaren Gründen. Bei der Verwechslungsgefahr zwischen verschiedenen Marken geht es nicht bloß um die Schreibweise eines Namens, oder die bildliche Umsetzung der Marke, sondern auch um den Wortlaut, die Aussprache, die Klassifikationen, unter denen sich eine Marke eintragen lässt, also die Produktklassen usw. Ähnlichkeiten oder Verwechslungsgefahren, die dann eben Juristen und speziell Richter nachvollziehen und klären.

Manche erzählten mir die unglaublichsten Geschichten von Firmen, die sich von irgendwoher plötzlich meldeten, teilweise aus ganz anderen Branchen kamen und andere Firmen abmahnten, oder angeboten haben, man könne sich schnell einigen, indem man sich mehr oder weniger aus der Sache rauskaufen könne. Es gibt auch sowas wie Markenscouts, die auf der Suche nach neuen Labels sind, und Markennamen oder URLs anmelden, bevor es das neue Label tut. Pauschal gilt nämlich das Recht: wer zuerst kommt, mahlt zuerst.  

In meinem Fall wars bezogen auf die Ähnlichkeit beider Markennamen recht eindeutig, und nachvollziehbar, warum der Markeninhaber wollte, dass ich den Namen nicht weiter benutze. Aber es war doch der Name meiner Großmutter, mein Name und nicht ein x-beliebiger Name den sich ein Konzern einfach so krallen kann, ja krallen darf - schließlich ist das doch ein Eigenname oder nicht? 

"Nope - keine Chance", meinte der nette Herr vom Patentamt. Ich fiel in eine zweitägige Schockstarre, spielte mich mit dem Gedanken alles hinzuschmeißen und aus dem Riegelbusiness auszusteigen. Es ging ja nicht bloß drum, so schnell wie möglich einen neuen Namen zu finden, sondern auch um hohe Kosten und viel viel Arbeit und Kopfzerbrechen. Dinge zu erledigen und neu zu planen mit denen man schon längst abgeschlossen hat. Den Namen ändern heißt auch alle Etiketten ändern, alle Reseller benachrichtigen, Website, URL, Shop, Visitenkarten und und und ...  Aber so ganz an dem Punkt, es komplett sein zu lassen, kam ich dann doch nicht, vor allem, weil ich Unterstützung von ganz vielen lieben tollen Menschen bekommen habe. Und darum hieß es dann im Eiltempo: Ärmel hochkrempeln, negative Gedanken beiseite schieben und MACHEN :) 

Ich kann manuell ganz gut "machen" aber, wenn es um Kreativprozesse geht, ist das auf Knopfdruck "machen" dann doch etwas anderes. Wir wussten nur, was unbedingt bleiben musste: die Farbkomponenten bzw. unterschiedlichen Farbcodes der Sorten, die ich noch immer wunderschön finde und der Smiley, quasi die beiden wichtigsten Wiedererkennungsmerkmale. Ausserdem funktionierte der Smiley ja als Apostroph, was bedeutete, es musste ein Name her, der auf -ni’s endete. Aber am wichtigsten und gleichzeitig am schwierigsten war es, einen Namen zu finden, der nicht wieder „besetzt“ ist und der sich von Leni’s soweit unterscheidet, dass es eben nicht mehr zu einer Verwechslung kommen kann.

Wir hatten also ein paar Rahmenbedingungen vorgegeben und tappten nicht ganz im Dunkeln. Nachdem ich aber irgendwie mit keiner Lösung zufrieden war, bzw. ich mich mit keiner so recht identifizieren konnte, dachten wir mal so simpel wie möglich und da wars plötzlich klar: Es müssen bloß zwei Buchstaben weg, nämlich L und E! 

 

Ni’s wie: Niki’s
Ni’s wie: nice = natural-ingredients-clean-eating

 

 

Und als der neue Name auch auf den ersten Etikettenentwürfen super funktionierte und eigentlich sogar noch besser aussah, als der alte, waren auch die letzten Zweifel und die Unsicherheit weg. Ich finde sogar, dass der neue Name viel mehr das widerspiegelt, worum es bei meinen Produkten geht und wohinter ich stehe. 

Ich will gesunde und hochwertige Riegel, Bites & CO. herstellen. Aus Zutaten, von denen ich überzeugt bin, dass sie von hoher Qualität sind und die gut schmecken. Ich selbst vermeide es, Nahrungsmittel zu essen, die mit Konservierungsmittel, Geschmacksverstärkern, Aromen, Industriezucker, Palmöl,…versetzt werden, und möchte solche Produkte auch nicht herstellen. Ich möchte einzelne Zutaten aus Produkten rausschmecken können und das Gefühl haben, dass jemand hinter einem Produkt steht, und es sich nicht um unpersönliche Massenware handelt. Für mich haben Nahrungsmittel einen hohen Wert, die behutsam und schonend hergestellt werden, das fängt schon beim Anbau der Rohstoffe an. 

Daher rührt auch die ursprüngliche Idee überhaupt zu Ni’s, dafür steht der Name und in diese Richtung will ich auch weiter gehen.

 

Have a Ni’s day ;)

<3 Niki

 

 






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